G

 

G'spritzter
Name eines erfrischenden, österreichischen Mixgetränkes aus Wein und Mineral- oder Sodawasser. Je nach Mischungsverhältnis (normalerweise 1:1) wird er auch als Sommerg´spritzter (mit mehr Wasser) getrunken. In Süddeutschland auch Schorle genannt.

 

Gambero Rosso
Italienischer Verlag, der den bekannten Weinführer italienischer Weine publiziert. Die Weine werden mit einem bis drei Gläser (=Höchstnote) bewertet.

 

Ganztaubenpressung
Die schonendste Art der Traubenverarbeitung, bei der die unverletzten Trauben ohne Rebeln und Quetschen in einer pneumatischen Presse behutsam gepresst werden. Das Ergebnis sind gerbstoffarme, fruchtige Moste.

 

Garrafa (port.)
Flasche.

 

Garrafeira
Portugiesisches Prädikat für Spitzenweine, die besonders lange gereift sind und gelagert wurden. Steigerung von Reserva.

 

Gärbehälter
Stahltank, Bottich, Holzfass, früher auch Betonzisterne und für Kleinstmengen Glasballon, für das Vergären von Wein.

 

Gärständer
Die Gärung beim Rotwein erfolgt in der Regel auf der Maische. Dafür werden Behältnisse aus Edelstahl oder Holz, vielfach mit Temperaturregelung und technischem Aufwand (Überfluten, Untertauchen, Rührwerk, Umwälzung), verwendet, um den Maischekuchen feucht zu halten und die optimale Ausbeute von Farbe und Tannin zu ermöglichen.

 

Gärstopp
Bewusst herbeigeführte oder spontane Unterbrechung der Gärung. Das Resultat ist ein Wein mit natürlichem Restzuckergehalt.

 

Gärung
Biochemischer Vorgang der Umwandlung des vorhandenen Zuckers im Traubenmost durch die Hefe in Äthylalkohol, Kohlensäure und Wärme. Läßt man die Kohlensäure nicht entweichen, entstehen perlende Schaumweine.
Gekühlte bzw. kontrollierte Gärung: Speziell beim Weißwein ist die Temperaturkontrolle eine der wichtigsten Qualitätsmaßnahmen. Bei etwa 18 – 20°C verläuft die Gärung langsamer und gleichmäßiger, weniger Alkohol und Aromen gehen verloren. Diese Kaltgärung wird durch Berieselung der Stahltanks mit Wasser, Kühlschlangen in Tanks oder Fässern oder durch den Einsatz von kühlbaren Doppelmanteltanks erreicht.

 

Gebrochen
Der Wein ist fehlerhaft/trüb. Man unterscheidet zwischen weißen, schwarzen und braunen Bruch.

 

Geläger
Bodensatz abgestorbener Hefen und weiterer Trubstoffe im Fass oder Tank. Sauberes Geläger kann auch zu Geläger-, Glöger- oder Hefebrand gebrannt werden.

 

Gelatine
Eiweißstoff, dass als Schönungsmittel (Klärung) verwendet wird.

 

Gemischter Satz
Im Gegensatz zum Cuvée, wo fertige Weine verschnitten werden, sind beim Gemischten Satz verschiedene Rebsorten im Weingarten gemischt ausgepflanzt und werden gemeinsam gelesen, gepresst, verarbeitet und ausgebaut.. Speziell in Wien hat der Gemischte Satz Tradition.

 

Gerbstoff
Eine Art der Polyphenole, die vor allem beim Rotwein zu den am stärksten prägenden Inhaltsstoffen gehört und das Geschmacksbild eines Weines verändern können.

 

Gesamtalkohol
Ist die Summe des vorhandenen und dem nicht vergorenen Teil (Restzucker) des potentiellen Alkohols. Man unterscheidet zwischen dem vorhandenen Alkohol (am Etikett auf der Flasche zu lesen), dem potentiellen Alkohol (entsteht theoretisch durch Vergären des Restzuckers) sowie dem Gesamtalkohol (Summe aus vorhandenem und potentiellem Alkohol).

 

Gesamtextrakt
Ist die Summe aller nichtflüchtigen Inhaltsstoffe des Weines: Zucker, Farbstoffe, Tannine, Säuren, Mineralstoffe, Eiweiß, Glyzerin, etc. Die Angabe erfolgt in g/l.

 

Gesamtsäure
Sind alle im Most bzw. Wein enthaltenen Säuren, z.B. Weinsäure und Äpfelsäure (nicht Kohlensäure).

 

Geschein
Geschein ist der Blütenstand der Weinrebe vor der Beerenbildung.

 

Gespritet
Bezieht sich auf einen Wein, der mit Branntwein versetzt (aufgespritet) wurde, z.B. Portwein.

 

Glycerin
Wertvoller, natürlicher Alkohol, der während der Gärung entsteht und optisch an den Schlieren („Kirchenfenster“) im Glas erkennbar ist. Er verleiht dem Wein Fülle und Vollmundigkeit.

 

Gran Reserva
Spanische Bezeichnung für hochwertige Weine mit längerer Lagerzeit.

 

Grand Cru (frz.)
Für „großes Gewächs". In Frankreich geschütztes Prädikat für bestimmte Spitzenweine, die strengen Bestimmungen entsprechen.

 

Grasig
Grünlicher, vegetabiler Geruch oder Geschmack, oft bei unreifen Trauben oder bestimmten Sorten (z.B. Sauvignon Blanc).

 

Graufäule
Befällt der Schimmelpilz Botrytis cinerea unreife Beeren, so ist die Folge Grau- oder Grünfäule.
Gründüngung
In bestimmten Lagen, vor allem Hang- und Terrassenlagen, ist es notwendig, den Boden zwischen den Rebzeilen zu begrünen, damit die Gefahr von Bodenabschwemmungen bei starken Regenfällen vermindert werden kann.

 

Guyot-Erziehung
Auch niedere Spaliererziehung genannt. Ist eine Art der Reberziehung (Doppelstreckbogen), die weltweit verbreitet ist.

 

H

 

Halbtrocken
Halbtrockene Weine - dürfen bis 12 g Restzucker je Liter aufweisen oder bis 18 g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10 g übersteigt.

 

Handrefraktometer
Gerät, mit dem man bereits auf dem Weinberg das Mostgewicht durch Lichtbrechung ermitteln kann.

 

Harmonisch
Bestandteile des Weines (Säure, Alkohol, Restsüße, Frucht, Tanningehalt und Extrakten) stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.

 

Hefe
Einzellige Mikroorganismen, die zur Gruppe der Pilze gehören. Sie befinden sich auf den im Weingarten auf Beerenhäuten (Spontanhefen) und verwandeln den im Most enthaltenen Zucker in Alkohol um. Wichtige Hefearten für die Weinbereitung gehören der Gattung Saccharomyces cerevisiae an. Hefestämme aus Einzelkulturen finden als Reinzuchthefen in Form von Trockenhefen häufig Verwendung.

 

Hefeton
Bei Muscadet oder Riesling positiver Geschmack. Entsteht durch längeres Lagern auf der Feinhefe (sur lie).

 

Hektoliter
Mengenangabe von 100 Liter

 

Herb
Zusammenziehender Geschmack, höherer Gerbstoffgehalt, tanninbetont bei Rotweinen bzw. betont trocken und säurebetont bei Weißweinen.

 

Heuriger (Wein)
Österreichische Bezeichnung für den traditionellen leichten, jungen Wein (des aktuellen Jahrgangs), der ab dem Martinstag (11.11.) bis zum Ende des folgenden Jahres ausgeschenkt werden darf. Oft handelt es sich um Weißwein aus Grünem Veltliner.

 

Heuriger
Heuriger ist eine typische, österreichische Weinschenke, vorwiegend in Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark. Im Heurigenlokal werden hauseigene Weine, heurige (frisch gekelterte) Weine und Speisen ausgeschenkt.

 

Histamin
Ein aus der Aminosäure Histidin enstehendes Hormon, das u. a. im Rotwein vorkommt. Hauptsächlich entsteht es während des biologischen Säureabbaus. Empfindliche Personen bekommen davon Spannungskopfschmerzen.

 

Hochkultur
Erziehungssystem an hohen Drahtrahmen und relativ großen Stockabständen. Sie wurde von Lenz Moser um 1930 entwickelt um die Weingartenarbeit mit maschineller Unterstützung zu ermöglichen.

 

Holzspäne
engl. Oak chips. Um einen Holzausbau vorzutäuschen, werden dem Most, Sturm, der Maische oder dem Jungwein meist geröstete Eichenholzspäne zugegeben. Die Eichenholzaromen gelangen somit auf kostengünstige Weise in den Wein. Ist seit einigen Jahren auch in der EU erlaubt.

 

Horizontalprobe
Der Weinkenner bezeichnet die Verkostung unterschiedlicher Lagen oder Weingüter desselben Jahrganges als Horizontalprobe.

 

Hybriden
Entstehen aus Kreuzungen zweier verschiedener Rebenspezies, z.B. zwischen amerikanischen und europäischen Rebsorten (Vitis vinifera), um die Widerstandsfähigkeit (Resistenz) der europäischen Sorten gegen Reblaus- und Pilzanfälligkeit zu verbessern.

 

I

 

Imprägnieren
Zusatz von Kohlensäure, um künstlich (ohne zweite Gärung) einen Schaumwein zu erzeugen. Am Etikett muss „mit zugesetzter Kohlensäure“ angegeben sein.

 

Indicação de Proveniência Regulamentada - IPR
Neues portugiesisches Prädikat für Qualitätsweine mit reglementierter Herkunft.

 

Indicazione Geografica Tipica - IGT
ist eine italienische Qualitätsbezeichnung für Landweine.

 

Internationale Rebsorten
Im Gegensatz zu autochthonen (gebietstypischen) Rebsorten werden weltweit kultivierte Rebsorten, wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Shiraz & Co als internationale Rebsorten bezeichnet.

 

J

 

Jahrgang
Der aus der Lese eines Jahres hervorgegangene Wein.

 

Jahrgangssekt
Qualitätsschaumwein mit Jahrgangsangabe.

 

Jerez
Südspanische Hauptstadt des Sherryanbaus und -handels.

 

Jeroboam
Doppelmagnum – 3 Liter Flasche. Wird meist bei Champagner verwendet.

 

Junger Wein
Frischabgefüllter, trinkfertiger Wein.

 

Jungfernwein
Aus der ersten Lese eines neuangelegten (bzw. neubepflanzten) Weingartens erzeugter Wein. Entsteht in der Regel drei Jahre nach der Bepflanzung.

 

Junker
Weinmarke der Steiermark mit eigenem Markenzeichen (als Logo der Steirerhut mit Gamsbart). Der Steirische Junker ist ein Jungwein (Qualitätswein), der Anfang November präsentiert wird.

 

K

 

Kabinett
Qualitätsstufe. Hochwertiger Qualitätswein mit einem natürlichen Mindestmostgewicht von 17° KMW, einen max. Gesamtalkoholgehalt von 13% vol. Der Restzuckergehalt darf höchstens 9 g/l betragen; das Lesegut darf weder aufgebessert noch der Wein gesüßt sein.

 

Kahmhefe
Wilde Hefen, die sich bei schlecht gefüllten Behältern an der Oberfläche des Weines bilden. Als Folge davon entstehen Weinfehler wie Sherry- oder Luftton (Oxidation).

 

Kaltmazeration
Bezeichnet das Kühlen der Maische während der Mazeration auf unter 18° C, damit die Gärung verhindert wird. Dies dient zur besseren Auslaugung von Aromen, Farbstoffen und Tanninen (speziell beim Rotwein).
 

Kamm
Der Kamm, auch Rappen genannt, ist der Stielkörper der Traube. Bei der Rotweinproduktion und teils bei der Weißweinherstellung werden die Kämme aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes von den Beeren getrennt, damit bei der Maischegärung nicht zu viele Gerbstoffe in den Wein gelangen.

 

Kapsel
Zier- oder Schutzhülle für den Flaschenverschluss (aus Kunststoff, Aluminium, Zinn). Trägt z.B. in Frankreich die verschiedenen Steuermarken.

 

Karamellig
Süßlicher Geruch und Geschmack, der an Malzbonbons erinnert.

 

Keller
Ein guter Weinkeller sollte eine gleichmäßige Temperatur von 12-17°C aufweisen, gut gelüftet, trocken und dunkel sein. Da der Wein durch den Korken atmet, sollten in seiner Nähe keine stark riechenden Lebensmittel oder Lösungsmittel aufbewahrt werden.

 

Kellerei
Betrieb, der nicht über Weinberge verfügt und seinen Wein aus fremden Trauben (oder Most) produziert.

 

Kellermeister
Ausbildungsberuf in der Weinwirtschaft für Betriebsleiter von Weingütern und Kellereien. Originalbezeichnung „Weinbau- und Kellermeister“.

 

Keltern
Unter "keltern" versteht man das Verfahren zum Gewinnen von Most. Früher wurden zur Mostgewinnung die Trauben mit den Füßen getreten. Heute übernimmt dies die Presse, wo der Saft der Traubenbeeren ausgedrückt wird.

 

Kieselgurfiltration
Anschwemmfilter der zum Entfernen der groben Trubstoffe aus dem Jungwein eingesetzt wird.

 

Klapotetz
Ein Klapotetz ist ein Windrad, das gefräßige Vögel aus dem Weingarten vertreiben soll und findet hauptsächlich in Steiermark Verwendung.

 

Klassifizierung
Ist ein Ordnungssystem von Herkunftsbezeichnungen mit hierarchischer Gliederung.  

 

Klon
Begriff aus der Rebenzüchtung. Durch vegetative Vermehrung gewonnene Nachkommen von einer einzigen Mutterpflanze, die mit ihr genetisch identisch ist. Um die Eigenschaften von Rebsorten beständig zu erhalten, werden die besten Nachkömmlinge herausselektioniert (Klonenselektion).

 

Klosterneuburger Mostwaage
Kurz: KMW. Ist eine Waage (Senkspindel) zur Bestimmung des Mostgewichtes (Zuckergehalts im Most). 1° KMW entspricht einem Dekagramm Zucker in einem Kilogramm Most. Heute wird das Mostgewicht meist mit dem Refraktometer gemessen.

 

Kohlendioxid
CO²-Gas, das während der Gärung durch die Hefe produziert wird. Durch das Gärgas (schwerer als Luft) besteht im Keller während der Gärung Lebensgefahr. Bei Schaumwein bindet sich das Kohlendioxid in den Wein ein und verursacht die perlenden Blasen. Umgangssprachlich auch Kohlensäure.

 

Kohlensäuremazeration
Verfahren zur Farb- und Fruchtintensivierung, das z.B. im Beaujolais angewendet wird. Hierzu werden die ganzen, unverletzten Beeren in einen Gärbehälter getan, und mit Kohlensäure überschichtet (Sauerstoffabschluss) Die Gärung findet in der Beere statt und die so entstehenden Weine sind von intensiver Farbe und sehr fruchtig.

 

Konzentrieren
Ein Verfahren zum Konzentrieren von Most wobei dem Most teilweise traubeneigenes Wasser entzogen wird. Bereits bei Temperaturen von 25 bis 30° C  verdampft im Vakuum Wasser, ohne das Aroma des späteren Weines zu schädigen. Diese Konzentriermethode ist in der EU seit einigen Jahren erlaubt und wird als Alternative zum Aufbessern bei der Rotweinbereitung auch in Österreich teilweise eingesetzt.

 

Korken
Traditioneller Flaschenverschluss aus der Rinde der Korkeiche. Die Elastizität, ein gewisser Gasaustausch und teilweise das gute Image sind die Vorteile von Naturkork. Korkgeschmack, der hohe Preis, sowie die begrenzte Lebensdauer sind Nachteile des Naturkorks. Weitere Korkarten sind u. a. Presskork (Agglomeratkork) und Kombikork (Zweischichtenkork).

 

Korkgeschmack
Ist ein Weinfehler, der sich in modrig-muffigem Geruch und Beigeschmack nach nassem, faulendem Holz oder Leder äußert. Der Grund ist die chemische Substanz Trichloranisol (TCA), die durch das Zusammenwirken von Chlor, Phenolen und Mikroorganismen (Schimmelpilze) ensteht. TCA ist extrem geruchsintensiv und bereits in geringsten Mengen erkennbar. Korkgeschmack wird nicht nur durch schlechte Korken, sondern auch durch Fehler im Weinkeller (Schläuche, Fässer, Tanks, Pumpen, Filter, Holzpaletten etc.) verursacht.

 

Kräftig
Wird ein Wein als "kräftig" bezeichnet, so ist damit gemeint, dass es sich um einen charaktervollen, fülligen Wein mit reichlich Extrakt, Gerbstoff und Säure handelt.

 

Kreuzung
Ist eine Methode der Rebzüchtung, mit dem Ziel der Schaffung neuer Rebsorten (Zuchtsorten), um positive Eigenschaften und Widerstandsfähigkeit in der neuen Kreuzung (Neuzüchtung) zu erhöhen.

 

Kupfersulfat
Ist ein Behandlungsmittel für Weine mit Böckser (Weinfehler). Im frühen Stadium kann ein Böckser unter Zusetzung von Kupfersulfat noch korrigiert werden. Mit zunehmender Reife des Jungweins wird die Zugabe dieser Substanz allerdings immer weniger Erfolg versprechend.

 

L

 

Lage
Herkunftsbezeichnung für einen abgegrenzten Weinberg eines Anbaugebietes, auf dem Qualitätswein erzeugt wird. Eine abgegrenzte Weinbergsfläche mit gleichen geographischen, bodenmäßigen und kleinklimatischen Voraussetzungen, oft auch als Einzellage bezeichnet.

 

Lagerung
Für die Lagerung von Wein sind am besten dunkle, kühle und nicht zu trockene Kellerräume geeignet. Die Weinflaschen sollten bei längerer Lagerung flach liegen, damit der Wein den Korken um spült und ihn feucht hält. Tut er das nicht, trocknet der Kork ein und wird luftdurchlässig.

 

Landwein
Qualitätsstufe. Ist ein Wein mit einem Mindestmostgewicht vom 14° KMW und aus einer Weinbauregion.

 

Lese
Einbringen der Weintraubenmenge, wobei in Österreich meist in den Monaten September und Oktober. Es wird unter  Vorlese, Frühlese, Hauptlese, Spätlese, Maschinenlese, Handlese etc. unterschieden.

 

Lieblich
Geschmacksbezeichnung für Weine mit 12 bis 45 g/l Restzucker (Weingesetz). Ab 45 g/l kann Wein als süß bezeichnet werden.

 

Likörwein
Alkoholhaltige (mindestens 15 Volumenprozent) und meist süße Weine, deren Gärung durch Zusatz von Alkohol unterbrochen wurde. Bekannt sind Portwein, Sherry, Marsala, Banyuls, Madeira, Malaga.

 

Limousineiche
Eiche aus den Wäldern um Limoges in Mittelfrankreich. Eignet sich zur Barriqueherstellung, die besonders für Cognac genutzt werden.

 

Lyra-Erziehung
Ist eine qualitätsorientierte Erziehungsform im Weinbau, bei der die Triebe des Weinstocks so getrennt werden, dass zwei vertikale Laubwände entstehen, die in der Mitte einen Hohlraum bilden. Diese Erziehungsform führt zu einer Verdoppelung der belichteten Blattoberfläche und somit zu einer verbesserten Nutzung der Sonnenenergie. Nach Regen können durch verbesserte Belüftung des Rebstockes und Vergrößerung der Oberfläche die Blätter schneller trocknen, sodass die Gefahr des Mehltaus gesenkt wird. Die Lyra-Methode wurde Anfang der 1980er Jahre in Bordeaux entwickelt.